Bernina 560 – Teil 1

Entscheidungen – für`s Leben?!
Mir war schon bei der Nähmaschinensuche klar, das ich darüber berichten werde.
Es gibt im Netz so viele Suchanfragen mit der Frage nach der richtigen Maschine.
Manche werden es vielleicht nicht glauben oder verstehen,
aber ich fand die Suche eher nervenaufreibend und weniger befriedigend, kurzzeitig sogar frustrierend.
Wie so viele habe ich auch erst mal im Internet geschaut,
was es eigentlich gerade so auf dem Markt gibt und
bin so immer wieder bei den gleichen (teuren) Marken hängen geblieben.
Ich wusste das ich diesmal eine Maschine kaufen möchte,
die für mich auch noch in vielen Jahren
interessant ist und nicht gleich wieder ersetzt werden muss.
Bisher habe ich auf einer Brother Innovis 10 genäht,
allerdings hatte die nach 2 Jahren so langsam ihre Grenzen erreicht.
Mir waren jetzt die Stiche zu wenig und sie hatte leider auch
eine Vorliebe für Jersey und verschlang diese regelmäßig.
Dann hatte ich das Gefühl,
das die Nähleistung und Qualität langsam nachlässt.
Die Unterspule ist richtig gehüpft, wenn der Faden weniger wurde
und hat dann auch nicht mehr vernünftige Stiche gemacht.
Ich bin in einen Laden und musste zunächst enttäuscht feststellen,
das diese – scheinbar -nur auf eine Marke fixiert sind und
die andere in frage kommende gleich bei Seite schob.
Interessiert war ich preislich an einer Pfaff Expression 4.2. oder Bernina 380.
Hier muss ich allerdings auch fairerweise dazu sagen,
das ich auch viele Wünsche an meine Neue hatte
und diese der Verkäuferin haarklein mitteilte.
Daraufhin ging sie zur 500er Serie von Bernina und riet mir
komplett von den Modellen von Pfaff ab.
Begründung gegen Pfaff, das viele Elemente aus Plastik seien und
da ich gerne Taschen nähe, Bernina einfach die Robustere wäre.
Die Bernina 550 qe wurde mir gezeigt und etwas vorgeführt,
dann bin ich ohne Entscheidung und ohne guten Bauchgefühl wieder heim.
Mir fehlten Alternativen und auch ein Okay,
das eine Maschine mit unter 2000 Euro gut sein kann.
Warum dann die Bernina 560 inkl. Stickmodul?

 

Ich habe all meine Vorstellungen zusammengepackt und
beim telefonischen Gespräch beim Nähpark erläutert.
+ was langfristiges über Jahrzehnte (robust/update)
+ Jersey und Baumwolle muss sie mögen
+ Taschen und dicke Schichten wuchten
+ Zierstiche haben
+ Buchstaben können
+ zum quilten aufrüstbar/geeignet
+ Füßchendruck / Fadenspannung
+ Ersatzteile langfristig beschaffbar
Dann stockte ich beim Preis – so mal nebenbei über 2000 Euro für eine Nähmaschine auszugeben, unvorstellbar.
Gespartes ist da und es sollte natürlich was für die Ewigkeit werden,
aber wirklich für ein Hobbygegenstand alles verpulvern?
Da kam dann das hammerharte Angebot vom Nähpark
und die Information, das dieses Modell aufrüstbar wäre.
Stickmodul!
Oho, habe ich erwähnt,
das ich für eine 3.Maschine keinen Platz habe und damit eine Stickmaschine aus meinen Raster fiel?
Also fragte ich auch hier nach dem Preis – autsch, kann ich nur sagen.
Ich schreibe die Preise bewusst nicht aus.
Aber auch da erwies sich der Nähpark, neben der sehr netten Beratung,
 als sehr entgegenkommend und nannte mir auch da ihren „Hausmessepreis“.
Ich sag nur „Gekauft“.
Für Stickgarn, Stickvlies oder anderes Zubehör blieb dann kein Geld mehr übrig. *räusper*
Weihnachten kommt ja bald…*seufz*
Der Nähpark war auch sehr schnell – Mail mit Rechnung kam prompt,
gleich überwiesen und am nächsten Tag die Info: „verschickt“.
Ein Tag hing es bei der Post fest und am nächsten klingelte es schon.
Der Laden liegt in Bayern und hat einen eigenen Reparaturservice im Haus.
Laut deren Aussage, arbeiten sie im Falle einer Reklamation schnell.
Darauf hoffe ich jetzt einfach, da ich sonst lieber vor Ort kaufe,
aber da wäre ich Preislich nicht über die 550 qe raus gekommen.
Und jeder erfüllt sich gerne seine Träume, oder?!

 

Da das Modell noch recht neu auf dem Markt ist,
gibt es nicht sonderlich viele Informationen im Netz.
Und da ich diese immer recht hilfreich finde, dachte ich mir,
ich setze mich immer mal wieder hin und schreibe was über die Bernina 560.
Ich nähe mittlerweile täglich und fast die gesamte Garderobe für meine  beiden Kinder.
Von daher habe ich für mich beschlossen, das Geld zu investieren
und hoffe wirklich, das ich mich gedanklich viele, viele, viele… Jahre,
 um keine Maschine mehr kümmern muss. 😉
Aber jeder sollte für sich halt festlegen, was er unbedingt an
seiner Maschine an Technik dabei haben möchte und dann sehen,
was preislich möglich ist.
Bernina hat zum Beispiel erst bei den größeren Maschinen( 500er Serie)
einen verstellbaren Füßchendruck und den habe ich bei meinen
ersten Versuchen schon mehrfach verstellt und angepasst.
Bei anderen Firmen bekommt man den schon bei wesentlich günstigeren Modellen.
Muss da wohl aber mit geringer Langlebigkeit rechnen,
zu mindestens nach Aussage der Fachmeinungen…
herzliche Grüße
Janin

Vorschau:

Teil 2 soll den Start mit dieser Maschine zeigen,
Aufbau und Zubehör, die ersten Stiche und auch den vorhandenen Startschwierigkeiten, die bei so viel technischen Möglichkeiten nicht ausbleiben.

10 thoughts on “Bernina 560 – Teil 1

  1. Liebe Janin,
    toll, dein Bericht über die Bernina! Habe bereits zwei Bernina eine schon seit 25 Jahren und die näht immer noch super! War nur einmal in der Revision! …und die andere ist meine Ersatzmaschine! Ich bin mit der Bernina super zufrieden, die sind eben schon sehr robust! Habe auf meiner alten scho x… LKW-Planen-Taschen genäht! 🙂
    Nun liebäugle ich auch schon ein Weilchen mit einer mit Stickmodul! Darum danke für deinen Bericht… bin gespannt was du uns alles mitteilst.
    As lieabs Grüassli
    Yvonne

  2. Liebe Janin,

    meine Güte, da betrittst du ja in letzter Zeit ganz schön Neuland !!!!
    Respekt ;0)

    Ich gratuliere natürlich recht herzlich zu deinem Maschinchen und hoffe das viele gerade
    Nähte folgen werden.
    Viel Freude damit und all Zeit guten Stich <3

    Liebste Grüße
    Nicole

  3. Liebe Janin, da wir im gleichen Laden waren, sind wir gleich beraten… ich hab eben dort gekauft… was aus meiner Sicht nicht nötig gewesen wäre…. also sehr gut gemacht meine Liebe ich gratuliere (nochmal … 😉 )
    Ich wünsche dir eine dicke Freundschaft mit deinem Maschinchen und allzeit ein Tröpfchen Öl an den beweglichen Teilen… 😉
    Ines

  4. Liebe Janin,

    wie fein, dass du uns dein Teilchen so ausführlich vorstellst. So gehört es sich auch für neue Familienmitglieder ;0).

    Allerliebst,
    Viktoria

  5. Liebe Yvonne,

    danke für deine Erfahrungen zur Bernina, schön zu lesen, das sie so lange gut funktionieren.
    Beim Stickmodul muss ich leider noch etwas Geduld haben – gemeinerweise – brauche ich erstmal ein wenig Material und da scheint es auch viele Unterschiede zu geben. Schritt für Schritt!

    Herzliche Grüße
    Janin

  6. Du hast ganz Recht: Die Suche nach der richtigen Nähmaschine ist nervenaufreibend. Ich fand das auch. Da surft man durch's Netz, klickt sich durch Foren und liest sich widersprüchliche Kundenrezensionen durch und weiß dann doch nicht so genau, was man machen soll. Am Ende ist es halt doch ein Risiko, aber ich denke, ab einer gewissen Preisklasse kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Wie gut aber, dass du so genau weißt, was du willst… Ich bin sicher, du hast die richtige Entscheidung getroffen. Mit dem Nähpark habe ich bisher auch nur gute Erfahrungen gemacht. :-)) Ganz liebe Grüße, Katharina

  7. Liebe Janin,

    Ich möchte mir eine neue Nähmaschine anschaffen. Am Anfang wollte ich des Preises wegen auf ein Stickmodul verzichten, wurde dann jedoch total davon überzeugt und habe jetzt die Bernina 560 ins Auge gefasst.
    Kannst du mir sagen, ob damit auch Dateien von meinem PC (wie z.B. ein Firmenlogo) gestickt werden oder ob „nur“ die schon vorgegebenen Datein verwendet werden können?

    Liebe Grüße
    Anja

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