Bernina – Teil 4

Hallo,

Nachdem meine Nähmaschine schon ihre 2 1/2 Jahre hinter sich hat, wollte ich nochmal ein kleines Feedback geben. Oft werden meine Beträge zu der Bernina 560 inkl. Stickmodul angeklickt und mir Mails geschrieben. Oft mit ähnlichen Fragen und Interessen – nämlich lohnt sich die Anschaffung wirklich und ob ich nach der langen Nutzung noch zufrieden mit ihr bin.
Und auch da kann ich immer nur wieder antworten: Das muss jeder leider für sich selbst beantworten. Bei so viel Geld, kann ich niemanden einfach mal sagen, klar gebe einfach die 3000 Euro aus, passt schon. Ich bin auch kein Fachgeschäft und kenne Alternativen nicht, die vielleicht besser für den Einzelnen passen würde. Deshalb tue ich mich da etwas schwer, aber helfe gern. Jedem sollte halt nur klar sein, das es mein persönlicher Eindruck ist und mich darauf nicht festnageln kann. Also hier noch mal kurz ein paar Gedanken zu meiner Bernina.

 

Bildquelle: Bernina

Würde ich sie mir wieder kaufen? Ja wahrscheinlich, wobei da auch die 550QE eine tolle Alternative sein soll, wenn man das Stickmodul nicht will. Habe ich mir im Fachgeschäft sagen lassen, als meine bei der jährlichen Wartung war. Dieses Modell gab es damals noch nicht, als ich die B560 kaufte. (Oder hatte ich sie nur nicht auf dem Schirm, weil ich eine Kombimaschine suchte?!? ..hmm) Oder die B555, mit Stickmodul….

Also nach der Zeit kann ich sagen, ich nutze die vielen vorhandenen Zierstiche kaum. Ist mir zu aufwendig, weil bei fast allen Materialien ein Vlies drunter müsste, damit sich das Bild nicht verzieht. Da fehlt mir die Geduld und ich mache einfache Muster, wo dies nicht notwendig ist. Oder es geht mit den richtigen Einstellungen vielleicht auch mega gut, aber ich hab mich da ehrlich gesagt, aus Desinteresse nicht weiter reingefuchst. Aber ab einer bestimmten Klasse, sind eh immer viele Stickmuster dabei.

Mir gefällt an der Maschine einfach, das sie so viele Einstellungen hat, wie Füßchendruck einstellen, Fadenabschneider, Fadenspannung regulieren, Fadenwächter (sagt an, wenn der Faden sich dem Ende neigt), und das sie so robust erscheint. Sie geht über viele Stoffe drüber, ohne zu meckern oder zu blockieren. Außerdem natürlich das ich einfach ein Stickmudol anschließen kann. Geht flott und geht einen recht schnell in Fleisch und Blut über.

Das Stickmodul ist eine tolle Alternative zu einer separaten Maschine – für die ich kein Platz gehabt hätte. Letztes Jahr habe ich weniger gestickt, da ich eher bunte Stoffe vernäht habe und mir das zu „viel“ geworden wäre. Und beim sticken verliert/investiert man viel Zeit, selbst bei kleinen Motiven, muss oft der Faden gewechselt werden (bei bunten Motiven). Aber da ist jeder im Einsatz anders – vielleicht gehörst du ja dann zu den „Vielstickern“.

 

Nachteile?
Aber selbst ohne Stickmodul ist die B560 recht stabil und verlässlich. Der Schwachpunkt von der Maschine ist die „Nähbreite von 9mm“. Was passieren kann, das sie mal Stoff frisst, wenn nur ein Teil des Transporteurs verwendet wird. Dadurch das Loch wo die Nadel den Unterfaden raufholt, breiter ist, kann es bei leichten Stoff (oder dehnbaren) passieren, das dieser mit nach unten gedrückt wird. Da muss man dann genau an den Einstellungen spielen und langsam nähen.
Aber die positiven Eigenschaften wiegen diese Schwäche eigentlich auf.
Um so mehr Einstellungen möglich sind, gibt es auch mehr Fehlerquellen, die es zu beheben gilt. Richtige Einstellungen und Funktionen müssen erlesen werden. Oder halt durch Probieren raus gefunden. Daß geht nicht in 3 Tagen und spielt sich mit der Zeit ein. Noch heute lese ich nach, wenn was nicht so läuft, wie ich erwarte. Glaube gerade wegen den Preis, toleriert man weniger ungerade Nähte ect.

 

 

 

Auch das richtige Zubehör ist wichtig, damit alles gut funktioniert. Gutes Garn – noch so eine teure Investition und paar mehr Unterspulen. Nicht zu vergessen die regelmäßige Pflege. Säubern und Ölen, aber das gilt ja für alle Maschinen egal welchen Herstellers.

Sollten noch Fragen im Raum stehen, dann schreibt einfach eine Mail. Ich werde diese dann hier unter EDIT ergänzen. Denn als 5.Teil würde ich gerne mein neues Schätzchen vorstellen. Eine Coverlock….

Übersicht:

Teil 1  Entscheidung

Teil 2  Vorstellung und Funktionen

Teil 3  Stickmodul und Fazit nach 1.Jahr

Herzliche Grüße
Janin

 

2 thoughts on “Bernina – Teil 4

  1. Ich durfte die Maschine ja bei den Bernina Blogger Days testen und war erst mal schon rein optisch total begeistert! Ein Urteil kann ich mir vom kurzen Nähen aber nicht wirklich leisten, aber der erste Eindruck war super. Kurz danach habe ich tatsächlich mit dem Gedanken gespielt meine Maschine gegen eine Bernina einzutauschen, habe ihn aber allein aufgrund der Kosten schnell wieder verworfen. Und eigentlich bin ich mit meiner Topaz 20 ganz glücklich und sie hat mir noch nie große Sorgen bereitet. Und damals dachte ich schon, die wär mit 2/3 der Kosten deiner Maschine schon teuer genug gewesen… Aber der Reiz ist trotzdem da und sollte irgendwann doch mal die Frage nach einer neuen Maschine im Raum stehen, wäre eine Bernina sicher meine erste Wahl!
    Schade, dass du so weit weg wohnst – ich würde sie zu gern mal bei dir testen kommen.

    Liebe Grüße,
    Katja

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